Sedrina Schaller: Der ungeöhnlichste Karriereweg zwischen Schweizer TV und Bundesliga

Noor1

May 16, 2026

Es gibt nicht viele Journalistinnen, die einen Job bei einem Bundesliga-Verein annehmen, nach acht Monaten wieder aufhören – und das öffentlich damit begründen, dass sie sich in ihren Vorgesetzten verliebt haben. Sedrina Schaller ist eine davon. Das klingt nach einer Geschichte aus dem Boulevardblatt, ist aber tatsächlich ziemlich konsequent, wenn man versteht, wer sie ist und wie sie Entscheidungen trifft.

Wer ist Sedrina Schaller?

Sedrina Alessia Schaller wurde am 20. Mai 1988 in der Zentralschweiz geboren. Fußball war von Anfang an Teil ihres Lebens – nicht als Karriereplan, sondern als echtes Interesse. Als Kind begleitete sie ihren Bruder in die Juniorentrainings. Später saß sie in der Kurve, schaute Spiele, interessierte sich für das, was hinter dem Platz passiert.

Nach der Matura 2008, Schwerpunkt Wirtschaft und Recht, schrieb sie sich an der Universität Zürich für Psychologie ein. Das Studium brach sie ab. Was stattdessen folgte, war ein Weg durch verschiedene Ausbildungen und Stationen, der rückblickend logisch wirkt – auch wenn er das in dem Moment wahrscheinlich nicht immer tat.

Sie absolvierte eine zweijährige Kaufmännische Lehre, begann parallel beim Fußballonlineportal kurzpass.ch als Redaktorin und Reporterin – und merkte dabei, dass Journalismus nicht nur ein Plan B war, sondern das, was sie wirklich machen wollte.

Steckbrief

Merkmal

Details

Vollständiger Name Sedrina Alessia Schaller
Geburtsdatum 20. Mai 1988
Herkunft Zentralschweiz
Ausbildung Matura (Wirtschaft & Recht, 2008) · Kaufmännische Lehre · CAS Sportmanagement (Universität St. Gallen)
Frühere Arbeitgeber kurzpass.ch · Radio Energy Zürich · Tele 1 · blue sport
Bekannteste Station Tele 1 (Zentralschweizer Fernsehen) – über 6 Jahre
Bundesliga-Station Borussia Mönchengladbach – Assistentin Teammanagement (Mai–Dezember 2021)
Abgang Gladbach Wegen Beziehung mit Sportchef Max Eberl
Beziehung Max Eberl (ehem., öffentlich bestätigt)
Aktuell Medien- und Kommunikationsbereich, Leadership-Ausbildung
Social Media Instagram, gelegentlich aktiv
Körpergröße Ca. 1,75 m

 

Der Weg zum Schweizer Fernsehen: Schritt für Schritt, nicht auf Anhieb

Sedrina Schallers Weg ins Fernsehen war nicht der klassische. Kein direktes Journalistikstudium, keine große Redaktion als Einstieg. Sie arbeitete sich durch.

2013 bekam sie über eine Facebook-Anfrage des damaligen Sportverantwortlichen ein Angebot von Radio Energy in Zürich. Sie nahm es an, arbeitete dort bis 2014 als freischaffende Sportreporterin und machte parallel eine Ausbildung zur Radiomoderatorin bei toxic.fm – der einzigen Radioschule der Schweiz.

Dann kam Tele 1, der Zentralschweizer Regionalsender. Dort blieb sie über sechs Jahre, arbeitete als Videojournalistin, Moderatorin und Produzentin. Ihr Schwerpunkt lag beim FC Luzern und beim Schweizer Fußball generell. Sie war nicht nur das Gesicht vor der Kamera, sondern verstand die Produktion dahinter – ein Unterschied, der in Redaktionen auffällt.

Anfang 2021 verließ sie Tele 1 und wechselte zu blue sport, dem Streamingdienst für Sport in der Schweiz. Dort blieb sie bis Mai 2021.

Borussia Mönchengladbach: Der ungewöhnlichste Schritt

Im Mai 2021 wechselte Sedrina Schaller die Seiten – vom Journalismus in die Vereinsstruktur. Max Eberl, damals Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach, hatte sie als Assistentin im Teammanagement angeheuert. Sie bekam einen Zweijahresvertrag.

Was diese Rolle konkret bedeutete: Reiseplanung für das Kader, Koordination rund um Spieltage, organisatorische Unterstützung zwischen Spielern, Trainerstab und sportlicher Leitung. Sie war Ansprechpartnerin für Neuzugänge bei praktischen Alltagsfragen – Wohnungssuche, Behördengänge, Eingewöhnung der Familien. Das klingt nach Logistik, ist aber in der Praxis auch viel Vertrauen und direkter Menschenkontakt.

Sie selbst sagte bei Amtsantritt gegenüber Nau.ch: “Fußball war schon immer meine große Leidenschaft.” Das ist kein PR-Satz. Das ist ihre Biografie.

Der Abgang: Acht Monate, eine Beziehung, eine klare Entscheidung

Mitte Oktober 2021 wurde öffentlich, dass Sedrina Schaller und Max Eberl ein Paar waren. Sie wurden bei einem Amateurfußballspiel eng beieinander gesehen. Eberl bestätigte gegenüber Bild.de damals nur: “Es stimmt, dass wir uns sehr gut verstehen.”

Das reichte als Bestätigung. Und es stellte sofort eine Frage, die in Profi-Sportorganisationen heikel ist: Wie arbeitet man weiter zusammen, wenn man privat zusammen ist?

Sedrina Schaller beantwortete diese Frage schnell und ohne Umwege. Noch vor Ende des Jahres 2021 legte sie ihren Job nieder – nach nur acht Monaten. Gegenüber dem Schweizer Magazin Blick sagte sie: “Wir sind sehr glücklich zusammen, der Job bei einem Bundesligisten war sehr spannend. Aber die Situation, dass ich mit Max zusammen bin, führt dazu, dass ich mit meiner Aufgabe bei Gladbach wieder aufhöre.”

Max Eberl formulierte es so: “Sie hat einen sehr guten Job gemacht. Nun hat sie aus der Konstellation des Beruflichen und Privaten heraus ihren Traumberuf bei uns aufgegeben.”

Das ist eine ungewöhnlich offene und gleichzeitig ungewöhnlich klare Reaktion auf eine Situation, die viele in solchen Positionen aussitzen oder kleinreden würden. Sie hat es nicht. Sie hat aufgehört, bevor ein Interessenkonflikt entstehen konnte.

Was danach kam

Nach dem Abgang bei Gladbach kehrte Sedrina Schaller nicht direkt ins Fernsehen zurück. Sie ist im Bereich Kommunikation und Medien weiterhin tätig und engagiert sich laut LinkedIn-Profil im Bereich Leadership-Ausbildung, unter anderem bei der KFK – Kommando Führungs- und Kommunikationsausbildung.

Ob und in welcher Form sie wieder fest im Sportjournalismus oder Sportmanagement tätig ist, ist öffentlich nicht belegt. Die Beziehung mit Max Eberl endete offenbar ebenfalls – Details dazu sind nicht bestätigt, Eberl wurde später in anderen Zusammenhängen erwähnt, ohne dass Schaller darin vorkam.

Sie ist auf Instagram aktiv, teilt Reisen, sportliche Aktivitäten und gelegentlich berufliche Einblicke – ohne Selbstinszenierung, ohne durchstrukturierte Influencer-Logik.

Fragen, die wirklich gestellt werden

Wer ist Sedrina Schaller?

Eine Schweizer Journalistin und Sportmoderatorin, die über sechs Jahre für Tele 1 arbeitete und 2021 als Assistentin im Teammanagement zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Sie wurde einem breiteren Publikum bekannt, als ihre Beziehung mit Sportchef Max Eberl publik wurde und sie daraufhin ihren Job aufgab.

Warum hat Sedrina Schaller Borussia Mönchengladbach verlassen?

Weil sie und Max Eberl, der damalige Sportdirektor des Vereins, ein Paar wurden. Sie entschied sich, den Job aufzugeben, um einen Interessenkonflikt zu vermeiden. Das bestätigte sie selbst gegenüber dem Schweizer Magazin Blick.

Wer ist Max Eberl und was ist seine Verbindung zu Sedrina Schaller?

Max Eberl ist ein ehemaliger Fußballprofi und langjähriger Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach. Er war derjenige, der Sedrina Schaller für die Stelle im Teammanagement angeheuert hatte. Die Beziehung der beiden wurde im Oktober 2021 öffentlich.

Was hat Sedrina Schaller vor Gladbach gemacht?

Sie war Videojournalistin, Moderatorin und Produzentin bei Tele 1, dem Zentralschweizer Regionalsender, über mehr als sechs Jahre. Davor arbeitete sie bei Radio Energy als Sportreporterin und beim Fußballportal kurzpass.ch.

Was macht Sedrina Schaller heute?

Sie ist weiterhin im Bereich Kommunikation und Medien tätig. Konkrete aktuelle Projekte sind öffentlich nicht umfassend dokumentiert. Ihr LinkedIn-Profil zeigt Aktivitäten im Bereich Leadership-Ausbildung.

Hat Sedrina Schaller ein abgeschlossenes Studium?

Sie begann ein Psychologiestudium an der Universität Zürich, brach es ab und absolvierte stattdessen eine Kaufmännische Lehre sowie später ein CAS in Sportmanagement an der Universität St. Gallen.

Fazit

Sedrina Schaller ist keine Prominente, die durch öffentliche Aufmerksamkeit groß geworden ist. Sie ist jemand, der seinen Weg methodisch aufgebaut hat – von kurzpass.ch über Radio Energy zu Tele 1 und schließlich in die Bundesliga. Was die Geschichte interessant macht, ist nicht die Beziehung mit Eberl an sich, sondern die Art, wie sie damit umgegangen ist: ohne Ausflüchte, ohne Aufschub, mit einer eigenen Entscheidung. Das lässt sich über viele in ähnlichen Situationen nicht sagen.

Leave a Comment