Klaus Wowereit war 13 Jahre lang Regierender Bürgermeister von Berlin – von Juni 2001 bis Dezember 2014. In dieser Zeit hat er die Stadt auf eine Art geprägt, die man mit Zahlen schwer messen kann, aber an jeder Ecke Berlins spürt. Seit einigen Jahren dreht sich die öffentliche Diskussion rund um ihn weniger um Politik und mehr um sein Privatleben. Konkret: um die Frage nach einem Klaus Wowereit neuer Partner. Dieser Artikel schaut sich das sachlich und ehrlich an – ohne Spekulationen aufzubauschen, aber auch ohne wichtige Fakten wegzulassen.
Persönliche Informationen auf einen Blick
Kategorie |
Details |
| Vollständiger Name | Klaus Wowereit |
| Geburtsdatum | 1. Oktober 1953 |
| Geburtsort | West-Berlin, Deutschland |
| Staatsangehörigkeit | Deutsch |
| Partei | SPD (seit 1972 Mitglied) |
| Beruf | Politiker (im Ruhestand), Podcast-Moderator |
| Sexuelle Orientierung | Homosexuell (seit 2001 öffentlich) |
| Amtszeit als Bürgermeister | 16. Juni 2001 – 11. Dezember 2014 (13 Jahre) |
| Langjähriger Partner | Jörn Kubicki (Neurologe, zusammen seit 1993) |
| Tod des Partners | April 2020 (COVID-19-Komplikationen, Herzversagen) |
| Aktueller Beziehungsstatus | Single – kein bestätigter neuer Partner (Stand 2025/2026) |
| Wohnort | Berlin |
| Hobbys | Golf (Handicap 28,2), Kochen, Reisen |
| Podcast | „Kim & Klaus” auf rbb 88.8 |
| Bekanntes Zitat | „Ich bin schwul – und das ist auch gut so.” (10. Juni 2001) |
Wer ist Klaus Wowereit?
Klaus Wowereit wurde am 1. Oktober 1953 als jüngstes von fünf Kindern in West-Berlin geboren. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie auf, machte 1973 Abitur und studierte anschließend Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin. 1981 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab.
Schon mit 18 Jahren trat er der SPD bei. 1979 wurde er in die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof gewählt. 1984 wurde er Bezirksstadtrat für Volksbildung und Kultur in Tempelhof – mit 30 Jahren war er damals der jüngste Stadtrat Berlins. 1995 zog er ins Abgeordnetenhaus ein, und 1999 wählte ihn die SPD-Fraktion zu ihrem Vorsitzenden.
Im Jahr 2001 wurde Wowereit Regierender Bürgermeister von Berlin. Seine SPD hatte bei den Wahlen 29,7 Prozent der Stimmen geholt. Er bildete eine Koalition mit der PDS – damals noch eine ungewöhnliche Kombination. In den Wahlen 2006 und 2011 wurde er jeweils bestätigt: 2006 holte die SPD 30,8 Prozent, gewann aber die Wiederwahl im Abgeordnetenhaus nur knapp mit 75 zu 74 Stimmen.
Das Coming-out von 2001 und seine Bedeutung
Am 10. Juni 2001 sagte Klaus Wowereit auf einem SPD-Sonderparteitag den Satz, der ihn über Berlin hinaus bekannt gemacht hat: “Ich bin schwul – und das ist auch gut so.” Er wollte damit zuvorkommen, bevor andere es thematisierten. Der Schritt war zu dem Zeitpunkt in der deutschen Politik ungewöhnlich. Es gab kaum offen homosexuelle Spitzenpolitiker.
Der Satz wurde nicht nur in Deutschland zitiert. Er tauchte in internationalen Medien auf, in Büchern über LGBTQ+-Geschichte und auf Demonstrationen. Für viele Menschen, die selbst betroffen waren, hatte er eine konkrete Bedeutung: Wenn jemand in einer so sichtbaren Position so offen sein konnte, dann war das ein Signal.
“Berlin ist arm, aber sexy” – Die Amtszeit im Überblick
Wowereit übernahm 2001 eine Stadt mit erheblichen Problemen. Berlin hatte damals einen Schuldenstand, der zu den höchsten unter deutschen Bundesländern zählte. Das Haushaltsloch war real und groß.
Sein Satz von 2003 –“Berlin ist arm, aber sexy” – traf genau das, was die Stadt zu dieser Zeit war: finanziell schwach, aber kulturell attraktiv. Der Satz wurde international aufgegriffen und hat dem Berlin-Tourismus messbar geholfen. Die Besucherzahlen der Stadt stiegen in den 2000er Jahren kontinuierlich. Die Berliner Filmfestspiele gewannen unter seiner Ägide an internationalem Gewicht. Neue Kultureinrichtungen wurden gestärkt, Dilek Kolat (türkischstämmig) wurde 2011 Senatorin für Arbeit und Integration – ein Zeichen für die Art von Stadt, die Wowereit anstrebte.
Auf der anderen Seite steht der Flughafen BER. Wowereit war ab 2003 einer von vier Berliner Vertretern im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, von 2008 bis 2013 war er Aufsichtsratschef. Der BER wurde zur größten politischen Belastung seiner Amtszeit. Verzögerungen, Kostenexplosionen, technische Pannen – das Projekt war ein Debakel. 2013 legte er den Vorsitz nieder, übernahm ihn aber kurz darauf wieder. Im Januar 2013 überstand er ein Misstrauensvotum im Abgeordnetenhaus. Im August 2014 gab er seinen Rücktritt bekannt, der am 11. Dezember 2014 wirksam wurde.
Jörn Kubicki: Der Mann an seiner Seite
Bevor man über das Thema Klaus Wowereit neuer Partner reden kann, muss man über Jörn Kubicki reden. Die beiden lernten sich am 29. März 1993 in einer Bar in Kreuzberg kennen – der “Centrale”. Kubicki, geboren 1965 in Sulzbach (Baden), hatte Medizin in Heidelberg und Berlin studiert und wurde Neurologe.
Sie waren 27 Jahre zusammen. Kubicki trat kaum in der Öffentlichkeit auf. Er hielt sich bewusst im Hintergrund, was beide so wollten. Wowereit sprach in Interviews mit deutlicher Zuneigung über ihn, aber ohne große Details. Ihr Privatleben blieb – soweit das möglich ist – privat.
Im April 2020 starb Jörn Kubicki. Er war 54 Jahre alt. Er litt an einer chronischen Lungenerkrankung und erlag nach einer COVID-19-Infektion einem Herzversagen. Wowereits Anwalt bestätigte den Tod kurz und bündig gegenüber der Deutschen Presse-Agentur und bat um Respekt vor der Privatsphäre.
Klaus Wowereit Neuer Partner: Was Ist Bekannt?
Die klare Antwort: Es gibt keinen bestätigten neuen Partner. Weder in Interviews noch bei öffentlichen Auftritten hat Wowereit eine neue Beziehung erwähnt. Zuverlässige Medien berichten nicht über einen festen Partner an seiner Seite.
Im Dezember 2024 sprach er in der Zeitschrift Bunte offen darüber. Er sagte sinngemäß, dass es keinen neuen Mann in seinem Leben gibt und dass er auch nicht auf der Suche ist. Wörtlich: „Ich bin nicht auf der Suche. Aber wenn es passieren sollte, ist es so. Ich möchte es nicht ausschließen, momentan ist es aber nicht meine Realität.”
Das ist eine ehrliche Aussage, die man so nehmen sollte wie sie ist. Er schließt eine neue Beziehung nicht aus, aber er stürzt sich nicht hinein. Immer wieder tauchen Berichte in Boulevardmedien auf, die einen Klaus Wowereit neuer Partner ankündigen – diese Berichte beruhen durchgängig auf Spekulation. Keiner wurde je bestätigt.
Sein Leben Heute: Golf, Podcast und Berlin
Seit dem Ende seiner aktiven politischen Karriere 2014 – und noch mehr seit dem Tod von Kubicki 2020 – lebt Wowereit deutlich zurückgezogener. Aber er ist nicht verschwunden.
Er moderiert gemeinsam mit Kim Fisher den Podcast „Kim & Klaus” auf dem Berliner Radiosender rbb 88.8. Das Format ist locker, gesprächig, nicht weit von der Art, wie er immer kommuniziert hat. Er taucht bei Berliner Kulturveranstaltungen auf, ist gelegentlich in der Öffentlichkeit zu sehen, aber ohne den Anspruch, wieder im Mittelpunkt zu stehen.
Zum Golf sagt er selbst, er spiele mit einem Handicap von 28,2 – und das mit einer gewissen Selbstironie. Er kocht gerne für Freunde, reist und lebt das Leben, das er nach 13 Jahren im öffentlichen Amt jetzt führen kann. Auf seinem 70. Geburtstag erwähnte jeder Gast in seiner Rede Jörn Kubicki – für Wowereit war das, nach eigenen Worten, “Balsam”.
Warum Das Thema Klaus Wowereit Neuer Partner So Viel Aufmerksamkeit Bekommt
Das liegt an der Geschichte selbst. Wowereit ist nicht irgendein Ex-Politiker. Er hat sich 2001 öffentlich geoutet – zu einer Zeit, in der das in der deutschen Spitzenpolitik kaum jemand tat. Dadurch hat er sein Privatleben in gewissem Sinne Teil seiner öffentlichen Identität gemacht. Menschen, die das verfolgt haben, interessieren sich natürlich auch dafür, wie es ihm heute geht – nicht im Klatschsinne, sondern weil sie ihn kennen. Zumindest glauben sie das.
Hinzu kommt: Die Partnerschaft mit Kubicki war 27 Jahre lang bekannt und stabil. Wenn so etwas endet – und dann noch durch Tod – fragen sich viele, wie jemand damit umgeht und ob er wieder jemanden findet. Das ist menschlich. Aber es bedeutet nicht, dass Wowereit dazu verpflichtet ist, das öffentlich zu klären. Er tut es in dem Maß, in dem er es für richtig hält – und das ist sein gutes Recht.
Häufig Gestellte Fragen (FAQs)
Hat Klaus Wowereit aktuell einen neuen Partner?
Nein – zumindest nicht öffentlich bestätigt. In einem Interview im Dezember 2024 mit der Zeitschrift Bunte sagte er, dass es keinen neuen Mann in seinem Leben gibt und er nicht aktiv sucht.
Wer war Jörn Kubicki?
Jörn Kubicki, geboren 1965, war Neurologe und der langjährige Lebenspartner von Wowereit. Die beiden waren von 1993 bis zu Kubickis Tod im April 2020 zusammen – insgesamt 27 Jahre. Er starb mit 54 Jahren an den Folgen einer COVID-19-Infektion in Kombination mit einer chronischen Lungenerkrankung.
Wann hat sich Klaus Wowereit geoutet?
Am 10. Juni 2001, auf einem SPD-Sonderparteitag in Berlin, kurz bevor er Regierender Bürgermeister wurde. Sein Satz „Ich bin schwul – und das ist auch gut so” wurde danach vielfach zitiert.
Wie lange war Wowereit Bürgermeister von Berlin?
Vom 16. Juni 2001 bis zum 11. Dezember 2014 – also 13 Jahre und fast 6 Monate. Er war damit einer der am längsten amtierenden Regierenden Bürgermeister der Nachkriegsgeschichte Berlins.
Was macht Klaus Wowereit heute?
Er lebt in Berlin, moderiert den Podcast „Kim & Klaus” auf rbb 88.8, spielt Golf und ist gelegentlich bei kulturellen Veranstaltungen zu sehen. Eine aktive Rolle in der Politik hat er nicht mehr.
Gibt es verlässliche Berichte über einen neuen Partner?
Nein. Berichte dazu in Boulevardmedien und auf bestimmten Websites beruhen auf Spekulation. Wowereit selbst hat keinen neuen Partner bestätigt, und auch seriöse Medien berichten nichts Konkretes darüber.
Fazit
Die Frage nach dem Klaus Wowereit neuer Partner lässt sich mit dem Stand von 2025/2026 klar beantworten: Es gibt keinen bestätigten neuen Partner. Wowereit lebt nach eigener Aussage allein, vermisst Jörn Kubicki, schließt eine neue Beziehung aber nicht kategorisch aus. Das sagt er selbst – und das reicht als Antwort.
Was bleibt, ist das Bild eines Mannes, der 13 Jahre lang eine der wichtigsten Städte Europas geführt hat, der 2001 einen Schritt in der Öffentlichkeit gemacht hat, den kaum jemand vor ihm gegangen ist, und der jetzt – mit 71 Jahren – sein Leben so lebt, wie er es für richtig hält. Das ist, wenn man ehrlich ist, keine schlechte Art, die Dinge zu handhaben.